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Gesellschaft
Die Entwicklung der Mode in den 60er Jahren war geprägt durch politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Charakteristisch für das Jahrzehnt war das Wirtschaftswunder, der kalte Krieg und viele große technische Entwicklungen, zu denen z.B. auch der Flug zum Mond gehört. Außerdem riefen Oswald Kolle und die Antibabypille eine sexuelle Revolution ins Leben, die am traditionellen Gesellschaftsbild rüttelte. Bei den Frauen erwachte ein neues Selbstwertgefühl, das sie gerne durch Mode nach außen transportierten.
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In der bildenden Kunst entwickelten sich neue Stilrichtungen, die sich erstmals auch ins gesellschaftliche Leben einmischte. Die aufblühende Konsumgesellschaft wurde z.B. mit der Pop-Art untersucht, gleichzeitig reizte die Op-Art mit grafischen Mustern das Auge. Beide übten eine große Anziehungskraft auf die Mode aus. In der Pop-Musik entfernte man sich vom Rock n’ Roll der 50er Jahre und wandte sich zunächst kurz aber heftig dem Twist zu, der bald darauf in den Beat überging. Ein neues Lebensgefühl war geboren. Dieses wurde von den wichtigsten Pop-Idolen gepflegt und durch ihre Vorbildfunktionen zu ihren größten Verehrern, der Jugend, gebracht. So erschufen die Beatles Tausende von Pilzköpfen, Pete Townsend hatte die Mods auf seiner Seite, Jimmy Hendrix die Hippies und Bob Dylan eher die politisch-engagierten Studenten. Es entstanden erstmals Jugendgruppierungen die Dank der erwachenden Massenmedien Anklang und Ausbreitung unter dieser Bevölkerungsgruppe fanden.
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Selten war die Modeszene so bewegt wie in diesen Jahren. Allerdings betraf die Mode tatsächlich nur noch die jüngere Generation, die nun in Lifestyle-Fragen, Freizeitgestaltung und Unterhaltung den Ton angab. Die Jugend wurde deshalb zur stärksten Käuferschicht. Mit Freude rebellierte sie gegen den klassischen, konservativen Stil der 50er Jahre. Im Jahre 1967 erwarben die Teenager erstmals 60% aller Modeartikel. Die Mode verlor ihren elitären Charakter und musste nun bezahlbar werden, wodurch auch die Haute Couture ihre Verkaufspraxis ändern musste. Paris erkannte die Zeichen der Zeit schnell, aber als Modeeldorado dieser Zeit entpuppten sich schnell die Boutiquen in der Londoner Carnaby Street und Chelsea Road.
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